Wachsmann
Wachsmann bei Eiserdorf



Wachtgrund s. Jakobowitz



Walddorf bei Rückers, 850 Einwohner, 324 ha.

Walddorf bei Rückers: erst 1830 in einer den Namen rechtfertigenden Lage angelegt.
Waldstein: zunächst Bezeichnung der zwischen 1832 und 1838 von Leopold von Hochberg auf bewaldeter Höhe erbauten Burg, später kath. Missionshaus, dann der am Fuß angelegten Glashütte und Wohnhäuser. - Kol.: Regina pacis auf Burg. -Waldstein. - Walddorf. - Privatforsthaus. - Waldstein-Glashütte.


Waldgrund bei Volpersdorf



Walditz, Kreis Glatz, früher Neurode, 1198 Einwohner, 668 ha, Sommerfrische, Rittergut Oberwalditz gehörte 1258 der Familie von Walditz, später an Familie von Stillfried gekommen.

Walditz: 1352 Waldicz. Ist nicht von Wald, sondern dem Personennamen Walther bzw. dessen Kürzung Walto abzuleiten. Der gleichlautende Fluß hat hier ausnahmsweise seinen Namen vom Dorf, sonst meist umgekehrt. -
Kol.: Grund. - Schöppenberg, entweder von einem Schöppen der nahen Stadt Neurode oder vom Familiennamen Tschöpe. -
Kol.: Annathal. - Wilde Gans, Flurname. - Annaberg. -- Fischerberg. - Flucht (angelegt um die Mitte oder gegen Ende des 18. Jahrhunderts). - Niederwalditz. - Teuber (1669 Stillfried'sches Vorwerk).


Wallisfurth, Kreis Glatz, 817 Einwohner, bei Bad Altheide, 1234 ha, vor 1741 Wernersdorf genannt, schönes Schloß mit Park, an der Autostraße Glatz-Wünschelburg.

Wallisfurth: hieß früher Wernersdorf, so 1350 und öfters; 1738 erhielt es nach Erbauung des dortigen Schlosses durch den Kaiserlichen Feldmarschall von Wallis den heutigen Namen Wallisfurth nach der englischen Landschaft Wales genannt, von wo Richard Wallis 1622 auswanderte, um in Kaiserliche Dienste zu treten.
Kol.: Wallisfurth. - Langes Loch (Flurname) oder Strichhäuser. - Lauterbachhäuser. - Rohr- oder Rasegrund. - Rolling. -Schnabelmühle. - Straßen- und Wiesenhäuser. - Schäferhof. - Wallisfurth-Kolonie. Werderhof. - Ziegeleihäuser. - Ludwigsdörfel.


Weitengrund bei Ludwigsdorf



Weißbrod, Kreis Hahelschwerdt, 81 Einwohner, 107 ha, zwischen Habelschwerdt und Wölfelsdorf gelegen, Flachsröste.

Weisbrodt, ein schon 1341 erwähntes Vorwerk, 1397 ,neden am Ende zu Welfelsdorf gelegen', 1417 erwirbt es Hans Weißbrodt und gibt dem zu einem Dorf ausgebauten Ort den Namen.


Weißwasser, Kreis Habelschwerdt, 98 Einwohner, 271 ha, Sommerfrische bei Kieslingswalde, beim Puhu - Schwarzer Berg. 700-820 m.

Weißwasser: 1598 wird Weißwasser novus pagus neues Dorf genannt, also wohl erst kurz vorher entstanden. Der Name ist dem weiß schäumenden, abschüssigen Dorfbache entlehnt.


Werdeck, Kreis Glatz, zu Ullersdorf gehörig, 75 Einwohner, 172 ha.

Werdeck: 1300 Werdeck, 1428 Werdek, 1499 Werdecke. Der Name ist zusammengesetzt aus mittelhochdeutsch wert = Werder (s. zu Habelschwerdt) und eck = das Eck, also deutscher Ortsname. - Kol.: Klapperberg, nach dem Namen der schon seit 300 Jahren hier ansässigen Besitzer.


Wiesau, Kreis Glatz, 410 Einwohner, bei Gabersdorf, 647 ha.

Wiesau: 1330 Wiese, dann öfters als Weze und Wezen, 1401 Wiese. - Kol.: Tschischwitzhof. - Wiesau-Forsthaus.


Wiesenthal s. Schlegel



Wilhelmsthal, Kreis Habelschwerdt, 573 Einwohner, 580 m, 145 ha, früher Eisen- und Silberbergbau, Sommerfrische, Wintersportort am Fuße des Schneeberges. Holzwarenfabrik.

Wilhelmsthal: 1581 von dem Obermünzmeister Wilhelm Freiherr von Oppersdorff als freie Bergstadt im Grunde angelegt; im Volksmund ,s Neistaatla'; es hat ober schon 1882 seine städtische Verfassung aufgegeben und ist Dorf geworden. - Kol.: Josefsfeld.


Wiltsch, Kreis Glatz, 205 Einwohner, 400 m, bei Gabersdorf, 396 ha, am 7.8.1933 entstanden durch Zusammenschluß von Glätzisch und Schlesisch Wiltsch. Schöner Tierpark.

Wiltsch: 1337 von der Wiltsch, 1340-1369 Wilcz. - Kol.: Siebersberg.


Winkeldorf, Kreis Habelschwerdt, 209 Einwohner, 480-600 m, 617 ha, Pfarrkirche 1384 urkundlich erwähnt, früher Winklersdorf, Freirichtergut, Sommerfrische.

Winkeldorf: 1346 Winklerdorf und so meist im 14. u. 15. Jahrhundert; lat. Winkleri villa; erst 1560 und 1631 Winkeldorf. Der Name ist hergenommen von der Berufsbezeichnung Winkler, d. h. ein Krämer, der einen Kramladen oder Winkel hat. Also ,Dorf des Winkler'.
Kol.: Wiesengrund.


Wölfelsdorf, Kreis Habelschwerdt, 1666 Einwohner, 400 m, 2656 ha, Landwirtschaft, längstes Dorf der Grafschaft, Straßendorf, fast 10 km lang, Pfarrkirche (1698-1738) mit Werken Michael Klahrs des Älteren, Schloß des Reichsgrafen von Althann.

Wölfelsdorf: 1342-1366 öfter als Wolfils-, Welfels- und Welfsdorf belegt; 1490 Wolfsdorf, 1631 Wölsdorf, was der mundortlichen Form entspricht. Zugrunde liegt die Verkleinerungsform des Tiernamens Wolf = Wolfilo, die uns schon in älterer Form in dem Namen des gotischen Bischofs Ulfila (311-382) entgegentritt; also ,Dorf des Wölflein'.
Kol.: Feldhäuser. - Spitziger Berg, das bekannte Wallfahrtskirchlein Maria Schnee, einige Gasthäuser und Häuser umfassend. - Bahnwärterhaus. - Feldhäuser. - Spitzberg.


Wölfelsgrund, Kreis Habelschwerdt, 706 Einwohner, 570-900 m, 531 ha, Ende des 16. Jahrhunderts gegründet, Höhenluftkurort und Wintersportplatz, nahegelegener 28m hoher natürlicher Wasserfall mit Talsperre (1,3 Mill. cbm), Ausgangspunkt für Wanderungen ins Schneegebirge.

Wölfelsgrund; um 1580 gegründet, hieß zuerst Neu-Wölfelsdorf. 1631 und 1653 falsch Wolfsgrundt genannt, offenbar wegen der Schreibung von 1490 Wolfsdorf.
Kol.: Hofeberge. - Steingrund. - Schneeberg. - Urnitzmühle.


Wolmsdorf, Kreis Habelschwerdt, 124 Einwohner, 560-740 m, früher Wolframsdorf, beliebte Sommerfrische bei Konradswalde, um 1880 350 m lange Tropfsteinhöhle entdeckt. Marmorbruch.

Wolmsdorf: 1346 Wolframsdorf, denn 200 Jahre lang nicht erwähnt, also hat es lange wüst gelegen, 1560 als novus pagus (neues Dorf) bezeichnet. Vom Personennamen Wolfram, aus älterem wolf-hraban = Wolf-Rabe entstanden und in der üblichen Weise gekürzt.


Wünschelburg, Kreis Glatz, früher Neurode, 2558 Einwohner, 420 m, 1502 ha, Stadt am Fuße der Heuscheuer, Amtsgericht, Schulen, Sandsteinbruch, Kornbrennereien, Höhenluftkurort.

Wünschelburg: 1290 zuerst erwähnt, 1322 Wünschelburg, 1328 Wunschelbergk, 1337 Wonschilburg 1360 und öfters Wunschilburg, 1386 in Wunschelburg, 1401 und öfters Wunnsen-burg, 1414 Wennschilburg.
Kol.: Am Pfarrbusch. - Böhm-Mühle. - Forsthaus bei Wünschelburg. - Grüner Wald. - Nikolausbrunnen. - Scheibau, 1322 erstmals erwähnt. - Siebenhuben, so benannt nach der Zahl der Ackerhufen, 1328 erstmals erwähnt. - Hain, 1789 mit sechs Häusern erwähnt. - Neuhäuser.


Wurzeldorf bei Beutengrund